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Turnringe – das ultimative Trainingstool

Hast Du schonmal Turnringe ausprobiert für Dein Calisthenicstraining?

Die Wahrscheinlichkeiten sind hoch, dass Du mir mit “Nein” antworten würdest. Viele haben Angst vor diesem Tool und schrecken zurück. Doch zu Unrecht – denn nach ein wenig Eingewöhnung bringen sie Dir so einige Vorteile!

In diesem Beitrag möchte ich Dir die Zwei für Dein Training etwas näher bringen.

Ich bin vor circa einem Jahr erstmals mit diesen zwei hölzernen Teilen in Berührung gekommen und habe mich direkt verliebt.

Sie geben dem Training eine ungeahnte Komplexität und fordern den Körper, wie kein anderes Trainingsgeräte.

Also, lass Dich von meiner Faszination anstecken und lasse Deine Gainz in ungeahnte Höhen schießen 😉

Was sind die Vorteile des Trainings an den Turnringen?

Du hast sicher auch schonmal die irren Körper von Turnern bei den olympischen Spielen gesehen. Sie sind beeindruckend und ihre enorme Kraft und Körperkontrolle ist es noch mehr. Das werden wir niemals erreichen. Sorry! 😀

Jeder kann sie nutzen

Aber, man sollte sich deshalb nicht von diesem geilen Trainingstool abschrecken lassen. Turnringe sind für jeden, der eine Grundlage an körperlicher Fitness mitbringt.

Sprich keine zurückliegende Schulter OP, starkes Übergewicht, oder so Sachen.1

Iron Cross an den Ringen
Ein Iron Cross sieht zwar ganz putzig aus mit dem Männchen ist aber brutal schwer.

Turnringe sind instabil

Der größte Vorteil ist ihre Instabilität.

Dein Körper muss dauerhaft balancieren und die Schultern stabil halten. Das macht das Training an den Turnringen auch so fordernd: Einfachste Übungen beanspruchen die Muskulatur des ganzen Körpers.

Sie sind transportabel

Eine weitere tolle Sache ist, dass Du Turnringe ÜBERALL anbringen kannst.

Deshalb sind sie vor allem auf Reisen ein herausragendes Trainingstool, mit dem Du nahezu alles trainieren kannst. Du kannst Sie zum Beispiel an einem Ast, einer Laterne oder sonst irgendwo über Dir anbringen –  sei kreativ 😉

Ein neuer Trainingsreiz

Wie jede Bewegung fordert sie dein Gehirn. Und dieser ungewohnte Reiz ist natürlich eine besonders schöne Wachstumschance für dein neuronales Netzwerk.

Nur ganz wenig andere Tools bringen diese Art von Instabilität in Dein Training. Und keines so effektiv, wie die Ringe.

Turnringe machen stark

Schon einmal gewundert, warum Turner so irre Bauchmuskeln haben? Viel von dieser Balance wird aus deinem Core kreiert.

 

Außerdem wirst Du nach ein paar Monaten an den Ringen ungeahnt starke Schultern haben. Insbesondere deine Rotatorenmanschette wird irre stark gefordert. Sie darf die Instabilität hauptsächlich in der Schulter ausbügeln. Also, sag Schulterschmerzen adè!

…aber auch mobil

Dadurch, dass Dir die Turnringe sehr viel Bewegungsspielraum geben wird sich auch Deine Mobility im Schulterbereich stark verbessern.

Du wirst in Bewegungsbereichen stark, die Du vorher Nichtmal kanntest. Mobility ist schließlich nichts anderes Krafttraining für den Endbereich einer Bewegung.

Eine der besten Mobility Übungen an den Ringen sind zum Beispiel Skin the Cats.

Infografik zu Turnringen und ihren Vorteilen

OK, überzeugt! Wie sollte ich das Training an den Ringen anfangen?

Kauf Dir welche und leg los!

Nein, ernsthaft: Du wirst das Training an Ihnen nur durch praktische Erfahrung lernen.

Wenn Du vorher noch nie an Ringen trainiert hast wirst Du merken, wie irre schwer es ist sich nur oben in der sogenannten “Top-Position” zu halten.
Das reflexive Stabilisieren der Turnringe ist für viele komplett neu und ungewohnt. Calisthenics fordert einen auf viele unterschiedliche Weisen.

Aber überstürze nichts und fange langsam an! Wichtig ist es die Basic’s runter zu bekommen. Die Basic’s an den Turnringen wären meiner Meinung nach:

Kraft an der Langhantel
Stärke heißt nicht immer nur, wie viele Kilos du bewegen kannst, sondern auch wie Du Dich vermagst zu bewegen. Ich alter Philosoph…

Danach kannst Du dann damit anfangen auf einige Skills hin zu trainieren. Oder Du kannst dich auch erstmal dazu entscheiden eine fundierte Basiskraft an den Ringen aufzubauen. So oder so sind es gute Entscheidungen.

Es steht und fällt mit deinen Zielen und damit, wie viel Arbeit du investieren willst.

Ich gebe Dir den Tipp Dich für einen gewissen Zeitraum mal auf die Ringe zu fokussieren: sage Dir zum Beispiel für 3 Monate, dass Du 4 mal die Woche an den Ringen trainierst. So bekommst Du schnell eine Routine und wirst sicher an Ihnen.

Du wirst erstaunt sein, was man für Fortschritte mit 3 Monaten fokussierter Arbeit erreichen kann!

Ein paar abschließende Tipps zu den Turnringen

  • Meine Turnringe* findest Du auf meiner Equipmentliste. Es sind nicht die besten, aber auch nicht die schlechtesten Ringe. Sie halten nun seit einem Jahr und ich gehe wirklich nicht nett mit ihnen um. 😀
  • Nutze Kreide an den Ringen*. Da die Teile aus Holz sind, werden sie recht schnell rutschig. Und von Ringen abzurutschen ist je nach der Position aus der Du rausrutscht nicht wirklich angenehm.
  • Noch einmal: Fange langsam an und überstürze nichts! Ringe sind für viele ungewohnt und ein komplett neuer Reiz.
  • Frage Dich auch vorher ob Du eine allgemeine Grundfitness mitbringst:
    Bist Du übergewichtig?
    Hast Du akute Schulterprobleme?
    Klar kann man jede Übung durch Regressionen leichter machen, aber nichtsdestotrotz solltest Du von vornherein ein paar sichere Dips, Pushups und Chinups hinbekommen.
  • Ein Tipp ist folgender Cue: Kontrolle ist alles!
    Kontrolliere jede Bewegung und sobald Deine Technik runterbicht beende den Satz. Pushe Dich NICHT! Das kannst Du mit kommender Erfahrung und Sicherheit machen. Die Ringe verzeihen in dieser Hinsicht nicht so leicht, wie Bizepscurls.

Kraft durch Turnringe
Kein anderes Trainingstool fordert und entwickelt so viel Kraft für den Oberkörper, wie die Ringe.

Ich glaube man liest mein innige Liebe zu diesen zwei hölzernen Dingern zwischen den Zeilen durch.

Daher hoffe ich, dass ich Dich auch ein wenig für die Turnringe begeistern konnte.

Hast Du schon irgendwo mal Erfahrungen mit ihnen machen können? Oder sind die Ringe bereits ein fester Bestandteil deines Trainings?

In diesem Sinne tut mir einen Gefallen und probier sie einfach mal aus! Schlimmstenfalls waren es 30 Euro, die verschwendet wurden, bestenfalls eine gesunde, badass Schulter.

Trainier fleißig weiter, 

Kevin 😉


Footnotes

  1. Ich denke es sollte klar sein, dass man mit 150 kg erst einmal andere Baustellen primär angehen sollte als eine stabile Top Position an den Ringen.
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