Konsum Beitragsbild
Mindset

Unsere Konsumgesellschaft – Warum wollen wir immer mehr?

am
5. Juni 2019
Du befindest Dich hier: Startseite » Konsum

8 min Lesezeit

 

Der heutige Post dreht sich um unsere moderne Konsumgesellschaft. Das Wollen nach immer mehr – das Wollen nach Materiellem.

Er ist ein wenig anders strukturiert und quasi einfach heruntergeschrieben. Ich betrachte heute mal kritisch den Konsum in unserer Zeit. Dieser Beitrag soll zum kritischen Nachdenken anregen. Sagt mir mal ob Dir das Format gefällt!

 

Shoppen in unserer Konsumgesellschaft

Shoppen und damit konsumieren ist für so manchen ein Hobby und Zeitvertreib.1

 

 

 

Das Wollen nach immer mehr führt zwangsweise zu Unzufriedenheit

Das Marketing in allen Medien prasselt stets mit den neuesten Produkten auf uns ein. All diese Produkte sind natürlich lebensverändernd und sinnvoll.

Unser Konsum umfasst nicht nur Produkte, sondern auch Serien, Spiele, Drogen, Menschen. Wir tauschen im Gegenzug unsere Zeit ein gegen Geld und Anerkennung, um das zu ermöglichen.

Das Ideal in unserer modernen Welt ist immer mehr: Mehr Besitz – mehr Wissen – mehr Macht – mehr sozialer Status. Die Konsumgesellschaft wird überall vorgelebt und von klein auf gelehrt.

Klar wären wir als Art ohne diese grundlegende, tief in uns verankerte Denkweise nicht dort wo wir heute auf unserem Planeten stehen. Dennoch führt diese Charaktereigenschaft in unserer modernen Konsumgesellschaft zwangsweise zu Problemen.

Viele Menschen sind nicht zufrieden mit Ihrem Leben und dem was Sie haben. Sie kompensieren es mit Gegenständen und verlieren sich dort drinnen.

Und das, obwohl es ihnen objektiv betrachtet, sehr gut geht. Sie haben genug zu essen, fließend Wasser, ein eigenes Dach über dem Kopf, ein geregeltes festes Einkommen, sind versichert und haben sogar diverse Luxusgüter.

In unseren Breitenkreisen ist das recht normal. Betrachtet man jedoch die ganze Welt ist das gar nicht so normal. Viele Menschen können sich Ihr Leben lang kein Auto leisten oder haben die Zeit mal das Wochenende in einem Shoppingoutlet zu verbringen.

Marketing in unserer Konsumgesellschaft

Ein wahrer Satz meiner Meinung nach: Alles ist Marketing. Sell or get Sold.1

Vieles wird selbstverständlich

 

Leider sieht man manchmal all das Gute, was man hat, vor lauter Negativität und Verwirrung durch das Vergleichen mit Anderen nicht mehr.

Das finde ich meist sehr schade mit anzusehen.

Was ich selber merke ist, dass man sehr schnell Sachen als selbstverständlich nimmt.

Für mich ist es normal ein paar Klimmzüge locker zu ballern. Hättest Du mal mein Ich vor 4 Jahren gefragt wäre das eine für mich nicht mögliche Vorstellung gewesen.

Natürlich lässt sich das auch auf andere Bereiche als den Sport übertragen. Wie sehr hat man sich Anfang über etwas Neues gefreut, sei es die erste eigene Wohnung oder das erste Gehalt. Und mit der Zeit ist es zum Standard geworden.

Auch als „Blue Dot Effect“ bekannt. Lese Dir, wenn Dich das weiter interessiert, diesen Beitrag von Mark Manson über die unbequeme Wahrheit unserer menschlichen Existenz durch.

Beim Reisen jedenfalls fallen einem diese Unterschiede der einzelnen Menschen sehr stark auf. Man lernt dadurch das Besitz absolut nichts mit Zufriedenheit zu tun hat.

Zufriedenheit ist eine Lebenseinstellung und basiert auf den Werten, nach denen wir unser Leben gestalten.

 

 

 

Wir alle in unserer Konsumgesellschaft versuchen das schwarze Loch in uns zu füllen

Auf der Suche nach der inneren Erfüllung sucht man dann nach immer mehr.

Unsere Konsumgesellschaft und das Marketing verbreiten diese Message ja auch. Nur leider geht die Rechnung so einfach nicht auf.

Der neue teure Wagen macht nicht alle anderen Probleme nichtig und glücklich. Dies ist eine Illusion. Eine gute Illusion für die Wirtschaft…

Geld hilft bis zu einem gewissen Grad sicher die Freiheit und das Leben zu sichern, macht danach aber an sich meiner Meinung nach nicht glücklich.

Man kann dieses schwarze dunkle „Loch“ in sich drinnen nicht mit materiellen Gegenständen füllen. Shocking News: Es bleibt immer da.

Es ist das, was uns als Spezies Jahrmillionen lang angetrieben hat besser zu werden.
Was bringt der Evolution schon ein zufriedener Mensch, der keinen Antrieb mehr hat raus zu gehen und etwas zu tun?

Aus Überforderung mit dieser Leere in uns konsumieren viele alle möglichen Produkte. Ausschließlich um zu Verdrängen. Man kennt diese Dynamik von alle, es wird so in unserer westlichen Konsumgesellschaft vorgelebt.

Konsumieren bis zum umfallen

Manchmal fühlt man sich auch so nach einem ausgiebigen Nachmittag im Einkaufscenter 😀

Wer kennt nicht den wochenendlichen Netflixbinge, obwohl man eigentlich so viel anderes vorhatte? Oder die kleine Pipe Crack am Morgen um wieder lebensfähig zu werden?

Wobei man sagen muss, dass ein wenig Fernsehen immer noch eine bessere Art des Verdrängens ist als Crack zu rauchen…

Aber im Kern tun beide Arten und Weisen dasselbe für unsere Psyche.

Wir haben alle jeden Tag nur die gleichen 24h zur Verfügung und ich bin jedes Mal erstaunt, wie verschieden jeder Mensch mit seinem wichtigsten Gut, der Zeit seines Lebens, umgeht.

 

 

 

Was sind die wirklich wichtigen Erinnerungen in unserem Leben?

Wenn wir mal ehrlich mit uns sind und zurückblicken: Was sind die Momente in unserem Leben, die uns wirklich in Erinnerung geblieben sind? Die Erinnerungen, seien es gute oder schlechte, die bis heute noch bei uns Gefühle auslösen bei dem bloßen Gedanken daran?

Ich wette viele dieser Momente sind sicher nahezu kostenlos gewesen und hatten nichts mit Materiellem zu tun: die Geburt eines Kindes, der Tod einer nahen Person, die ersten Treffen mit Deiner jetzigen Partnerin, die Trennung nach einer jahrelangen Beziehung, das erste Mal 100 kg auf der Flachbank 8-).

Diese Erinnerungen bleiben uns wirklich in Erinnerung und formen, wer wir sind.

Nicht etwa die erste Fahrt in unserem neuen BMW, der erste Sex auf der neuen, viel zu teuren Liegeecke, oder die erste Whatsappmessage die man mit seinem iPhone X schreibt. 🙄

 

Rauchen in unserer Konsumgesellschaft

Bei Konsum denken wohl etliche erstmal an Süchte, wie Rauchen, trinken oder weitere lustige Drogen.1

 

 

 

Eine etwas anderer Denkanstoß

Ich sehe seit einiger Zeit den blinden Konsum von vielem als äußerst kritisch an und habe bemerkt, wie wenig ich, von dem, was ich habe eigentlich wirklich brauche. Geht es Dir auch so?

Das ist mir beim Reisen besonders klar geworden. Viel mehr belasteten mich die Sachen, die ich besitze. Nicht umsonst sagt man, dass alles was man besitzt einen Teil von einem Besitzt. Das eingesparte Geld ist ein netter Nebeneffekt.

Betrachtest Du den ewigen Konsum auch kritisch? Frage Dich das doch auch mal es ist interessant herauszufinden, wie einen die kleinen Sachen im Leben doch unterbewusst beeinflussen. Diese ganze Dynamik ist recht tief in unserer Konsumgesellschaft verankert. Das macht diese Erkenntnisse nicht einfacher.

Oh fuck, das war nun recht tief und abstrakt, aber spiegelt meine momentane Denkweise dazu recht gut wider. Es gleicht fast schon an ein Wunder, dass ich so selten Kopfschmerzen habe…

Ich hoffe Dir hat der Blick zu diesem Thema in meinen manchmal etwas komplizierten Kopf gefallen und vielleicht einen kleinen Denkanstoß mitgeben können.

 

Macht’s gut, man liest sich :-)!

 

 

Kevin

TAGS
Passende Beiträge

Schreibe ein Kommentar

Kevin Jühlke
Paderborn, NRW

Hallo Zusammen!, mein Name ist Kevin. Schön, dass Du den Weg auf meine Seite gefunden hast! Ich möchte hier mit Dir in Kontakt kommen und meine Gedanken zu den Themen Calisthenics, Ernährung und alternativem Fitnesstraining teilen. Ich bin mir sicher, dass Du dabei viel lernst und meine Faszination für diese Themen ansteckt. Nehm nur nicht alles, was ich sage, zu ernst!

Newsletter




Jo, Datenschutz ist immer gut


Starte mit diesen Beiträgen
  • Calisthenics - was ist das?
  • Mein Calisthenics Trainingsplan für Beginner
  • Basics einer gesunden Ernährung