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Ernährung

Intuitiv Essen – Wie sollte Ich anfangen?

am
2. Juni 2019
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15 min Lesezeit

 

Heute möchte ich Dir ein Thema, was mir sehr am Herzen liegt, näherbringen. Intuitiv zu essen war für mich ein „Gamechanger“. Deshalb möchte ich es Dir gerne auch näherbringen.

Jeder, der will, kann lernen intuitiv zu essen. Die einzige Ausnahme wären für mich schwer Übergewichtige oder essgestörte Personen. Diese sollten erst einmal andere Baustellen angehen.

Die restlichen „Normalo’s“ sollten kein Problem haben.
Mal ehrlich: Macht es Dir Spaß strikte Diätprotokolle zu befolgen? Ich wage es zu bezweifeln.

Beim intuitiven Essen geht, es meiner Meinung darum, wieder eine bessere Beziehung zu seinem Körper und Essen im Generellem aufzubauen.

Häufig ist diese doch stark geschädigt durch viele Ernährungsmythen, strikten Trenddiäten nach irgendwelchen Gurus und Halbwahrheiten.

Sehe das intuitive Essen als ein weiteres Tool in Deiner „Toolbox“ an. Für manche klappt es, andere sind zufrieden zu Tracken und können das auch gesund umsetzen.

Ernährung ist eben etwas ganz individuelles und es gibt keine Lösung, die für alle richtig ist.

Man hört heute überall von den vielen besten Ernährungsdoktrinen, wie gesund Sie doch alle sind und dass Du ohne Sie nicht auskommst. Du kennst dieses aggressive Marketing sicher.

Es gibt diese Prediger in jeder Subernährungsform, sei es nun bei der Paleoernährung, Ketodiät, Low Carb oder Carnivore. Was diese aber nicht wollen ist Deine Gesundheit, sondern nur Dein Geld…

Wenn es Dir wie mir geht und Du Dich damit nicht verrückt machen willst, lies weiter!

Das sind die Überthemen von dem heutigem Post:

  1. Warum intuitiv Essen keine weitere Diätform ist
  2. Wie funktioniert es denn intuitiv zu essen? Kann das jeder machen?
    • Lernphase 1: Ernährung lernen und verstehen
    • Lernphase 2: Eine gute Beziehung zum Essen aufbauen
  3. Cheatsheet zum intuitv essen

 

Frühstück ist die beste Mahlzeit

Ich liebe diese Breakfastbowls. Geht es Dir auch so?1

 

 

 

II. Warum intuitiv Essen keine weitere Trenddiätform ist:

Beim intuitiven Essen geht es nicht darum, welche Lebensmittelgruppen Du Dir nun zuführst, sondern mehr um das „Wie“ dahinter.

  • Trackst Du die Lebensmittel die Du zu Dir nimmst?
  • Nimmst Du Dir Zeit zum Essen?
  • Bist Du bewusst am Essen oder mit dem Kopf auf Instagram?
  • Hast Du ein Gefühl dafür, was Dein Körper benötigt und verstehst Du seine Signale?

 

Anders als zum Beispiel bei Paleo oder Ketogenen Ernährungen, bei denen ganze Lebensmittelgruppen ausgeschlossen werden, bleibt es Dir hierbei offen, was Du Dir zuführst.

Natürlich solltest Du Lebensmittel, die Dir erwiesenermaßen nicht bekommen meiden. Logische Sache ne?

Ich zum Beispiel hab einige Prinzipien der Primalernährung übernommen, weil Sie meinem Körper guttun.

Dazu brauchst Du eine gewissen Erfahrung, welche Lebensmittel Dir bekommen, welche nicht. Diese Erfahrung gewinnst Du am besten durch den klassischen „Trial and Error“ Ansatz. Probiere es aus!

Intuitives Essen kommt mit einem gewissen Mindset: Es geht darum, dass Du Deinen Körper kennenlernst und auf Ihn hörst. Du legst dabei viele begrenzenden und nervigen Regeln, wie das Tracken Deiner Kalorienzufuhr, ab.

Mir brachte das wieder sehr viel mentale Freiheit, aus diesen einschränkenden Lebensweisen, herauszukommen.

Es ist außerdem eine tolle „Lernreise“. Man lernt, wenn man mal an einem Tag viel zu viel isst, nicht automatisch am nächsten Tag als fette Tonne aufwacht.

Intuition ist ein wichtiges Gefühl

Deine Intuition hat meistens Recht. Wir sollten öfters auf unseren Bauch hören.1

Man lernt, sich einfach nicht mehr so wegen seiner Ernährung zu stressen!

Und das sollte Ernährung doch sein, oder? Etwas das uns verbessert, unterstützt und dabei noch Spaß macht.

Wie aber schon erwähnt braucht diese Leichtigkeit etwas Erfahrung im Vorhinein. Deshalb kann es durchaus Sinn machen erstmal seine Ernährung zu tracken, um überhaupt ein Gefühl für die Bedürfnisse seinen Körpers zu erlernen.

 

 

 

II. Wie funktioniert es denn intuitiv zu essen und kann das jeder machen?

 

Lernphase 1: Ernährung lernen und verstehen:

Im Prinzip klappt das recht easy: Esse das was Du willst. Fühle Dich gut. Mache Dir keinen Kopf wegen Deinem Essen und nutze ihn für sinnvolle Aufgaben. Aber das alleine wäre ja zu einfach…

Ich wiederhole es hier noch einmal: Es ist essenziell, dass Du bereits ein gutes Bewusstsein dafür hast, was Du für Nahrungsmittel benötigst.

Daher rate ich jedem, der keine Ahnung hat, was er eigentlich benötigt und was er sich womit zuführt, ganz klassisch für ein paar Monate zu tracken.

Nur dann hast Du vom Wissen her die Basic’s, die Du brauchst. Dann kannst Du wieder lernen beim Essen auf Deinen Körper zu hören. Die absoluten Basic’s kannst Du in diesem Artikel lernen.

Klar gibt es auch Naturtalente, die ohne Tracken zufrieden sind, mit Ihrer Ernährung und ihrem Körper.

Ich bewundere diese Leute. Hätte ich das von Anfang an so gemacht wäre ich heute garantiert 150 kg schwer, da ich so gut wie nie richtig satt werde.

Mein Hungergefühl kennt anscheinend nur „total heftig voll“, wie zum Beispiel nach 2 kg Blumenkohl oder 60 Maki’s. Oder halt „HUNGER!“. Aber man muss arbeiten, mit dem was man hat, nicht?

 

intutiv essen heißt Vieles

Intuitiv zu essen gibt einem Freiheit. Die Freiheit zu Essen, was man verträgt und seinem Körper oder auch seiner Seele guttut. Aber, alles in Moderation!1

 

Nach der ersten „Lernphase“ solltest Du in der Lage sein, so ungefähr diese Fragen beantworten zu können:

  • Was für Nährstoffe braucht mein Körper, um gut zu funktionieren? Wie kann ich ihn, bei den Anforderungen, die ich stelle, am besten unterstützen?
  • Wie decke ich meine Mikro- und Makronährstoffe?
  • Welche Lebensmittel tun mir nicht so gut? Und was bekomme ich never ever runter?
  • Welche Lebensmittel tun mir körperlich gut? Sprich finde ein paar Obst- und Gemüsesorten, die Du echt gerne isst und lecker zubereiten kannst.
  • Welche Lebensmittel tun mir seelisch gut (Spoiler: und in Maßen körperlich auch!)? Ergo: Schokolade, Gummibärchen und Co.
  • Wie kann ich diese Lebensmittel in Maßen in meine tägliche Ernährung einbauen?
    Ich esse locker ne halbe Tafel Schokolade täglich und siehe da: Ich bin immer noch bei geschmeidigen 75 kg. Balance ist ALLES!

     

     

     

Lernphase 2: Eine gute Beziehung zum Essen aufbauen

 

Eine andere wichtige Sache ist eine gute Beziehung zum Essen. Du solltest Essen als Treibstoff sehen, der Deinen Körper tagtäglich mit Energie versorgt.

Ich weiß, dass das der härteste Part sein kann. Ich hatte selber lange Probleme mit Binge Eating, ohne dass ich es anfangs realisiert habe.

Essensentzug ist keine Strafe und Diäten kein Muss. Man sollte sich auch mit einem Kilo mehr am Bauch akzeptieren.

Wenn hier Dein Mindset nicht in Ordnung ist, fixe es sofort mit all Deinem Fokus. Oder such Dir auch Hilfe dabei! Mir hat zum Beispiel das Schreiben darüber echt geholfen.

 

Frag Dich auch mal diese Fragen:

  • Esse ich wirklich gerne? Unterstützt mich meine Nahrung, Leistung zu bringen?
  • Assoziiere ich negatives mit meinem Essen?
  • Warum hab ich in der Vergangenheit diätet?
  • Mache ich jeden Trend mit?
  • Mag ich meinen Körper und denjenigen, der da drinnen steckt, so wie er jeden Morgen im Spiegel vor mir aussieht?

 

Frag Dich all diese Fragen und gehe Sie durch. Nimm Dir die Zeit! Das sollte nicht allzu schwer sein und Dich vom Mindset auf den richtigen Pfad führen.

Vorausgesetzt Deine Beziehung zum Essen ist in Ordnung und Du weißt so ungefähr über Ernährung Bescheid, bist Du nun „ready to go“. Congratulations!

Versuch’s ab jetzt mal ohne Trackerei und iss worauf Du Lust hast.

Genieße Essen und die Freiheit bewusst. Behalte trotzdem Dein Wissen bei und plane klug!

 

 

 

III. Cheatsheet zum intuitiv essen:

  • Phase I: Tracken (circa 3-6 Monate)
  • Phase II: Check: Habe ich eine gute Beziehung zum Essen? Weiß ich mittlerweile über Ernährung ausreichend Bescheid?
  • Phase III: Leg los und probier es aus! Du hast die beste Voraussetzungen, dass es easy wird.

 

Liebe zum intuitiven essen

Man sollte seine Ernährung lieben und Sie so simpel wie möglich halten. Es gibt keine per se guten und schlechten Lebensmittel.1

 

Ein paar Worte zum Abschied:

Keine Sorge ist nur ein temporärer Abschied bis zum nächsten Post. Wenn Du trotzdem nicht genug bekommst, findest Du sicher noch den ein oder anderen spannenden Beitrag hier 😀

Das wäre dann dieser Post von meiner Seite aus. Ich habe versucht es so unbefangen wie möglich für jeden rüber zu bringen. Man merkt trotzdem sicher, dass mir dieses Thema am Herzen lag. Was war bislang so Deine Erfahrung mit Ernährung und Diäten generell? Das würde mich echt mal interessieren. Hattest Du es auch so schwer, wie ich mal zufrieden mit sowas simplen, wie seiner Ernährung zu sein? Oder kam das ganze bei Dir ohne viel Stress und Du bist so wie es ist einfach zufrieden?
Naja wenn Du noch Fragen hast, schreibe Sie mir gerne in die Kommentare ich antworte so schnell es mein Internetzugang hergibt.

Bis dahin und stresse Dich nicht mit Deiner Ernährung ;-),

 

 

Kevin

 

 

 

Fußnoten:

1 Diese Bildcredits gehen an Pixabay.

 

 

 

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Kevin Jühlke
Paderborn, NRW

Hallo Zusammen!, mein Name ist Kevin. Schön, dass Du den Weg auf meine Seite gefunden hast! Ich möchte hier mit Dir in Kontakt kommen und meine Gedanken zu den Themen Calisthenics, Ernährung und alternativem Fitnesstraining teilen. Ich bin mir sicher, dass Du dabei viel lernst und meine Faszination für diese Themen ansteckt. Nehm nur nicht alles, was ich sage, zu ernst!

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