Calisthenics was ist das?
Calisthenics Training

Calisthenics – So halte ich mich fit

am
5. Mai 2019
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12 min. Lesezeit

 

Der Begriff Calisthenics ist heutzutage in der Trainingswelt in aller Munde. Auch mich hat dieser Sport vor 2 Jahren gepackt und nicht mehr losgelassen! Alleine die Tatsache, dass Du überall mit minimalem oder sogar nur Deinem Körper herausragend trainieren kannst, fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

Im Prinzip bezeichnet Calisthenics oder Bodyweight Training nichts anderes, als das altmodische Training mit dem eigenen Körpergewicht durch meistens komplexe Übungen.

Dies wurde um 1900 schon in Form vom Pushups in Armeerekruten eingeprügelt. Auch antike Gladiatoren hielten sich unter anderem durch diese simple Form des Trainings fit. Seit ein paar Jahren erlebt diese Trainingsform auch hier in Deutschland ein wahres Revival.

Calisthenics Hefesto

Es lassen sich schon beeindruckende Sachen mit dem eigenen Körper anstellen 1.

Verständlich, denn man braucht für den Start so gut wie gar nichts, außer seinen eigenen Körper und bestenfalls etwas, wo dran man sich hochziehen kann.

Also lass Dich nicht durch die scheinbare Komplexität der Übungen abschrecken. Jeder kann irgendwo anfangen und jedes Training um 1 % besser werden! 😉

Ich hoffe Dir diesen wunderbaren Trainingsansatz auch etwas näher bringen zu können.

 

 

Es geht um die zwei folgenden Themen:

  1. Grundsätze von Calisthenics
  2. 6 tolle Gründe für Calisthenics

 

I. Grundsätze von Calisthenics

 

Wie oben schon beschrieben setzt Calisthenics (kurz: „Cali“) Deinen eigenen Körper in den Fokus des Trainings.
Jede Basisübung lässt sich erschweren oder erleichtern durch sogenannten Pro- und Regression’s. Zum Beispiel kannst Du, wenn Du noch keinen „Standard“-Pushup kannst Deinen Oberkörper etwas anheben, um die Übung zu erleichtern. So baust Du dann nach und nach die benötigte Kraft für schwerere Übungen auf.

Andersherum kannst Du, auch wenn Dir normale Pushups zu langweilig werden, die lange Reise zu einem einarmigen Pushup auf Dich nehmen. Aber keine Sorge, auch zwischen dieser Stufe gibt es unzählige Übungen, die einen stetiges Weiterkommen garantieren können.

Der Sprung von einer Stufe auf die Nächste einer Übung ist somit eeetwas schwerer, als einfach nur 2,5 kg mehr zu bewegen bei einer Übung und sich so zu steigern. ABER Herausforderungen motivieren! So seh ich das jedenfalls.

Stell Dir mal folgende Frage: Wo drüber würdest Du Dich mehr freuen? 52,5 kg am Latzug oder Deinen ersten korrekten Pullup? 😎

Keines Kind an Turnringen

Früh übt sich 😀 2

 

Meistens, wenn man gar nicht fortschreitet, übt man eine Übung auf einem Level, der für seine Fähigkeiten noch nicht angemessen ist. Die Erfahrung muss man machen.

Sobald man dann sein Ego außen vor lässt und das richtige Übungslevel gefunden hat, kommen die Fortschritte wie von selbst!

 

II. 6 tolle Gründe für Calisthenics

 

  • Du lernst Deinen Körper auf eine ganz tolle Art und Weise kennen und zu benutzen. Das Training ist höchst funktional und hat auf viele andere Sportarten einen Übertrag.
    Ich denke mir immer: Was bringt einem ein starker Latzug, wenn man nicht mal ein paar technisch vernünftige Pullups hinbekommt? 🙄
    Jemand der Top in Pullups ist, schafft aber im Gegenzug auch, das ein oder andere Kilogramm am Latzug zu bewegen!
  • Cali fordert auch Deinen Kopf. Stumpf 5 Sätze Bicepscurls kann man mal schnell abgelenkt hinlegen und kommt damit durch. Versuche aber mal einen Handstand zu machen, während Du daran denkst, was Du nach dem Training noch einkaufen willst. Das wird nix!
    Oder Du legst Dich dabei derbe auf’s Maul.
    Calisthenics rückt Dich zwangsweise in den Moment hinein, was auf mich meistens schon meditativ wirkt und ein tolles Erlebnis ist!
  • Die „Reise“ von Skill zu Skill ist etwas sehr Schönes. Du erarbeitest Dir jede Fähigkeit, wie z.B. einen Pullup hart. Das kann Dir dann auch keiner mehr nehmen!
    Es macht super Spaß seine Entwicklung dieser Reise über die Zeit zu betrachten.
    Vor 3 Jahren hab ich mich wie blöd abgearbeitet an den Klimmzugmaschinen, wo man ein wenig seines Körpergewichts herausnehmen kann. Irgendwann kam dann der erste Pullup, aber die Technik war unterirdisch. Daran musste ich ne ganze Zeit arbeiten.
    Mittlerweile ist ein Standard Pullup ne ziemlich simple Sache.

    Yoga Scorpion Handstand

    Skills brauchen Zeit und Geduld! 3

  • Du benötigst wenig Equipment, höchstens ein paar Bars am Anfang oder irgendetwas wo dran Du Dich hochziehen kannst. Später kann man Das ausbauen durch z.B. Turnringe oder Paralettes und viele weitere spaßige Gadgets.
    Aufwärmen kannst Du Dich auch ohne Equipment – Laufe Dich ne Runde ein, mache ein kurzes dynamisches Warmup oder einfach das, wonach Dir gerade die Lust steht. 😀
  • Ein Calisthenicsworkout kannst Du demnach überall durchführen. Egal ob im Gym, zu Hause in der Wohnung, auf Reisen oder draußen in einem Park mit ein paar Bars. Ausreden sind, wenn die Trainingsroutine erstmal etabliert ist schwer möglich. Selbst kurze Mobilityroutinen kannst Du nur mit Deinem eigenen Körper durchführen, zum Beispiel die sogenannten „Circular Articular Rotations“ oder kurz CAR’s.
    Alleine deshalb passt Calisthenics und Reisen so gut zusammen. Es gibt keine Ausreden!
  • Wer liebt schon überfüllte Gyms an einem schönen Sommertag zur Primetime? Ich glaube absolut niemand! Gerade bei schönem Wetter gibt es wenig Geileres und Befreienderes als sein Training einfach mal nach draußen zu verlegen.
    So entgehst Du den Massen und sparst Dir das Sonnenbaden. Außerdem verspreche ich Dir, dass Du Dich wundern wirst wie schnell 2 Stunden vergehen können bei dem Setting!
    Oder trainiere mal im Urlaub am Strand – das einzige, was Du brauchst, ist ein Ast, an dem Du Deine Ringe aufhängen kannst und Du kannst alle Übungen machen. Das Gefühl ist der Hammer. Sowie die Blicke aller umliegenden Menschen 😀

 

Calisthenics Planche

Draußen zu trainieren ist immer am Schönsten 😉 .4

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte Dir die Basics des Trainings mit Deinem eigenen Körpergewicht etwas näher bringen und Dir ein wenig Inspiration verschaffen. Falls Du noch nie Erfahrungen damit gemacht hast und bislang nur im Gym stumpf an den Geräten gearbeitet hast, probier es aus. Du wirst es nicht bereuen!

Ich habe Dir für den Start sogar einen kompletten Trainingsplan zusammengeschrieben in Form einer dreiteiligen Postserie. Sie unterteilt sich in zwei Warmups (Oberkörper + Beine), eine Pusheinheit, eine Pulleinheit und ein Beintraining.

Der perfekte Start extra für Einsteiger, da ich weiß wie schwierig und überwältigend der Einstieg sein kann.

Ich hab selbst angefangen, als ich grade erst nen Pullup gemeistert habe und wusste zu dem Zeitpunkt noch so gut wie nicht. Also hab ich viel rumprobiert und gelernt – aber auch viel Zeit dabei verschwendet und viel Schwachsinn ausprobiert.

Noch detaillierter  und übersichtlicher (als komplettes eBook zum Download) kannst Du meinen Trainingsplan bekommen, wenn Du Dich links in der Seitenleiste für meinen Newsletter anmeldest. Quasi als kleines Dankeschön, fürs Einschreiben. 🙂

Erst gestern, nun wo das Wetter wieder schöner ist, war ich nach einer langen Zeit mal wieder draußen trainieren und habe gemerkt, wie gut es einem dabei auch mental geht.

In folgenden Posts werde ich auch noch viel mehr über Calisthenics bringen, sodass Du Dir ein gutes Grundwissen anlesen kannst und alle Ressourcen hast, die Du benötigst, um anfangs in das Training zu starten!

 

Bleib aktiv und bis dann!,

 

 

Kevin 😉

 

 

 

Fußnoten:
1, 2, 3, 4 Credits für alle Bilder gehen an Pixabay

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Kevin Jühlke
Paderborn, NRW

Hallo Zusammen!, mein Name ist Kevin. Schön, dass Du den Weg auf meine Seite gefunden hast! Ich möchte hier mit Dir in Kontakt kommen und meine Gedanken zu den Themen Calisthenics, Ernährung und alternativem Fitnesstraining teilen. Ich bin mir sicher, dass Du dabei viel lernst und meine Faszination für diese Themen ansteckt. Nehm nur nicht alles, was ich sage, zu ernst!

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